Samstag, 3. Dezember 2011

Projeto Vida

Vor 3 Wochen sollte es also mit einem Bus der Organisation "Projeto Vida" nach Rio de Janeiro gehen. Doch weil wir nicht für 3 Wochen mitkommen konnten, fuhren wir mit einer anderen Gruppe und blieben in der Nähe vom Hauptsitz (Curitiba). Hier in Brasilien lernen wir wirklich flexibel zu sein, denn fast alles was man hier so plant, kommt dann doch anders. "Projeto Vida" (Projekt Leben) ist ne Organisation, mit ca. 70 Mitarbeitern die vor 15 Jahren gegründet wurde. Sie besteht aus 2 Zweigen. Es gibt einmal den Hauptsitz, von wo alles geplant wird und wo verschiedene Unterrichte für Kids/ Teens aus der Umgebung stattfinden (z.B. Musik, Graffiti, Hip Hop tanzen, Karate..etc.). Es soll u.a. als Prävention dienen, um die Teens von Alkohol, Drogen und Prostitution abzuhalten und damit sie sehen, dass es auch ein Leben mit Sinn geben kann. Der andere Zweig sind die Missionsreisen mit den 4 verschiedenen Bussen die auch gleichzeitig eigene Gruppen sind. Diese Busse sind in ganz Brasilien unterwegs und machen durch Programm (wie Anspiele, Tanzen, Zeugnisse, soziale Einsätze) in Schulen, auf den Straßen und in Kirchen auf Jesus aufmerksam. Bei so einer Missionsreise waren wir dabei und haben auch fast überall mitgemacht. Doch es kam anders als wir dachten. Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. So kam es, dass ich in meiner Gruppe die Einzige war, die sich ungefähr in Portugiesisch verständigen konnte. Das war eine Herausforderung sag ich euch!! Aber ich hatte auch davor gebetet, dass mich Gott herausfordert. Weil wir auch jeder eine Begebenheit aus unserem Leben erzählen sollten, habe ich diese Texte auch übersetzt. Es hat voll gut geklappt. Es ist so ein Wunder! Ich lerne diese Sprache erst seitdem ich hier bin, also 3 Monate und Gott segnet mich so!:) Als die Gruppe von einer anderen Kita vor ca. 1 Woche auch mit auf so eine Missionsreise fuhr, durfte ich als Übersetzerin wieder mitfahren, doch dieses mal in eine Stadt vom Bundesstaat Sao Paulo. (12 std. Fahrt) Diese Wochen waren so schön und prägend für mich. Gerade die Zeit in der Truppe war sehr intensiv. Wir haben viel gebetet, der Pastor hatte immer ein gutes Wort zur Ermutigung, es war so eine Nächstenliebe da. Zu sehen wie Menschen zu Gott kommen daran beteiligt gewesen zu sein, ist unbeschreiblich schön. Jetzt kann ich wirklich sagen, dass ich mich auf den Himmel freue, wenn ich all die wunderbaren Menschen wiedersehen kann! Ach, wir haben ein Kolibrinest ;)

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