In der letzten Woche war ich mit 3 anderen Mädels auf einem Einsatz in Paraguay. Wir waren mehr als 24 Std. mit dem Bus/ Auto unterwegs, bis wir dort endlich ankamen. Unser Einsatz bestand darin, dass wir in der deutschen Kolonie „Volendam“ bei einer Kinderfreizeit mithalfen und eine Kirche von Einheimischen strichen. Bei der Kinderfreizeit waren wir für den Morgensinput, die biblischen Lektionen, Bibelverse, das Basteln, die Gute-Nacht-Geschichten und auch mal für die Spiele zuständig. Am Wochenende fuhren wir zum Baden+ Grillen an einen Fluß, wo uns dann später Einer aus der Jugend ermöglichte mit auf seinem Boot zu fahren bzw. uns mit einem Wasserring ziehen zu lassen. Es war eine gute Abwechslung mal nur unter Deutschen zu sein. Doch man merkt auch wie viel doch Kultur und Hintergrund prägen und dass man doch in einigen Punkten anders ist. In dieser Woche haben wir bei der Pastorenfamilie August übernachtet. Wir wurden so mit deutschem Essen verwöhnt! In Paraguay ist es üblich immer Tereré zu trinken, so kam es dass auch wir ständig zusammen saßen und Tereré tranken- morgens, mittags, abends, auf der Freizeit, bei der Gemeindeweihnachtsfeier, im Auto, beim streichen… IMMER :) aber bei der Hitze muss man auch viieel trinken! Auch Mittagsschläfchen waren immer drin. Paraguay ist schon ganz anders als Brasilien z.B. ist es dort viel heißer bis zu 45°C.. dort muss man in jedem Raum eine Klimaanlage haben, sonst geht man ein! Die meisten Leute verdienen ihr Geld mit Viehwirtschaft oder Ackerbau. Es gibt sooo viele Früchte, was wir in Deutschland nur in Geschäften zu sehen bekommen – Mango, Ananas, Orangen, Avocado, Bananen..etc. *yamyam*
Auch die Natur und all die Tiere sind wunderschön! Das Land ist aber auch sehr arm.. wir haben gesehen wie nackte Kinder auf der Straße neben ihrem selbstgebastelten Zelt saßen- arm, schmutzig, nicht gewollt. Uns geht es sooo gut! Ach, wir haben jetzt Kolibribabys:)
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Samstag, 3. Dezember 2011
Projeto Vida
Vor 3 Wochen sollte es also mit einem Bus der Organisation "Projeto Vida" nach Rio de Janeiro gehen. Doch weil wir nicht für 3 Wochen mitkommen konnten, fuhren wir mit einer anderen Gruppe und blieben in der Nähe vom Hauptsitz (Curitiba). Hier in Brasilien lernen wir wirklich flexibel zu sein, denn fast alles was man hier so plant, kommt dann doch anders. "Projeto Vida" (Projekt Leben) ist ne Organisation, mit ca. 70 Mitarbeitern die vor 15 Jahren gegründet wurde. Sie besteht aus 2 Zweigen. Es gibt einmal den Hauptsitz, von wo alles geplant wird und wo verschiedene Unterrichte für Kids/ Teens aus der Umgebung stattfinden (z.B. Musik, Graffiti, Hip Hop tanzen, Karate..etc.). Es soll u.a. als Prävention dienen, um die Teens von Alkohol, Drogen und Prostitution abzuhalten und damit sie sehen, dass es auch ein Leben mit Sinn geben kann. Der andere Zweig sind die Missionsreisen mit den 4 verschiedenen Bussen die auch gleichzeitig eigene Gruppen sind. Diese Busse sind in ganz Brasilien unterwegs und machen durch Programm (wie Anspiele, Tanzen, Zeugnisse, soziale Einsätze) in Schulen, auf den Straßen und in Kirchen auf Jesus aufmerksam. Bei so einer Missionsreise waren wir dabei und haben auch fast überall mitgemacht. Doch es kam anders als wir dachten. Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. So kam es, dass ich in meiner Gruppe die Einzige war, die sich ungefähr in Portugiesisch verständigen konnte. Das war eine Herausforderung sag ich euch!! Aber ich hatte auch davor gebetet, dass mich Gott herausfordert. Weil wir auch jeder eine Begebenheit aus unserem Leben erzählen sollten, habe ich diese Texte auch übersetzt. Es hat voll gut geklappt. Es ist so ein Wunder! Ich lerne diese Sprache erst seitdem ich hier bin, also 3 Monate und Gott segnet mich so!:) Als die Gruppe von einer anderen Kita vor ca. 1 Woche auch mit auf so eine Missionsreise fuhr, durfte ich als Übersetzerin wieder mitfahren, doch dieses mal in eine Stadt vom Bundesstaat Sao Paulo. (12 std. Fahrt) Diese Wochen waren so schön und prägend für mich. Gerade die Zeit in der Truppe war sehr intensiv. Wir haben viel gebetet, der Pastor hatte immer ein gutes Wort zur Ermutigung, es war so eine Nächstenliebe da. Zu sehen wie Menschen zu Gott kommen daran beteiligt gewesen zu sein, ist unbeschreiblich schön. Jetzt kann ich wirklich sagen, dass ich mich auf den Himmel freue, wenn ich all die wunderbaren Menschen wiedersehen kann! Ach, wir haben ein Kolibrinest ;)
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