Ich bin nun schon einen Monat hier in Brasilien und ich kann von mir sagen, dass ich schon angekommen bin und mich hier schon wie zu Hause fühle. Mit der Sprache klappt es immer besser und es macht mir sehr viel Spaß mich in Portugiesisch zu verständigen. Die Sprache ist einfach soo toll! So sieht ungefähr jede Woche bei mir/ uns aus:
MO-FR:
8:30-12:00 Creche
13:00-15:30 Prakt. Arbeit
MO ab 19:00 JSS Gemeinschafts- oder Mädels/Männerabend
DI ab 19:00 manche haben Hauskreis
MI ab 19:00 JSS Hauskreis
DO ab 19:00 Ich habe Haskreis / andere haben Sport
FR frei
SA ab 16:00 Sport
ab 20:30 Jugendgodi
SO ab 09:30 Kindergodi (freiwillig)
ab 10:30 Sport
15-16:00 JSS Andacht
ab 19:30 Godi
Wir sind in der Gemeinde richtig integriert, sodass wir auch an Gemeindehauskreisen teilnehmen. Es ist sehr interessant wie die Gemeindemitglieder leben. Man sieht manchen Leuten gar nicht an, dass sie eig. voll arm sind. Zu dem Wochenplan gehört, dass wir abwechselnd mal morgens nach dem Frühstück einen kurzen Input aus der Bibel mitgeben, jeder 1x pro Woche Mentoring hat und natürlich der Haushalt. Beim Arbeiten hatte ich mal ne Vogelspinne auf meinem Holzstück, den ich in der Hand hielt. Wir erfuhren erst später, dass sie 2 Meter springen kann und giftig ist. Paar Tage später kroch ne Schlange an meinen Mädels vorbei. Bei einem Biss von ihr stirbt man normalerweise direkt. Motten, Ameisen..etc. sind hier mehr als doppelt so groß wie in Deutschland. Wir haben hier auch schon 2x Marmelade gekocht. Letzte Woche haben wir mal aus Bananen mit den Schalen Marmelade gekocht. Es ist etwas ungewohnt, aber es schmeckt!
An einem Tag gab es hier mal so ein Unwetter, dass wir 1 Stunde keinen Strom mehr hatten und die Gemeinde etwas unter Wasser stand. Schon heftig, dass so ein Sturm einfach mal alles lahm legen kann.
Was hier auch noch ungewohnt ist, dass man während des Worshipteils im Godi herum geht, einander umarmt und Gottes Segen wünscht. Nach dem Godi gehen wir mittlerweile immer mit den Jugendlichen essen. Wir sind schon voll gut befreundet. Zwischen der Woche kommen sie auch vorbei und wir spielen dann. Die Mädels kommen so allmählich und es werden immer mehr! Voll genial! So eine Gebetserhörung!
Was ich echt traurig finde, dass die Kids hier schon mit 12 Jahren mit Drogen und Alkohol beginnen. Die Kids tun mir so leid, weil die meisten Väter Probleme mit Alkohol haben. Jeden Morgen ist das Hauptgebetsanliegen von den Kids die Eltern insbesondere die Väter.
Dieses Wochenende hatten wir ein Gemeinschaftstag mit allen JSS’lern in Imbituva. Gestern hatte Andy (der Missionarsneuling) Geburtstag und wir haben im zukünftigen Jugendcafé gefeiert. Es war sehr lustig. Hier ist es Brauch, dass das Geburtstagskind ein Ei auf den Kopf bekommt. Nur Andy bekam 10 Stück :)
Dieses Wochenende werden wir eine Teenyfreizeit für 12-18Jährige haben und dort auch mithelfen.
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