Donnerstag, 16. Februar 2012

Ausflug nach Voz / Angeln

Vor ca. 1 Woche fuhren wir für ein Wochenende nach Voz, was an der Grenze zu Paraguay und Argentinien liegt. Am Samstagmorgen tätigten wir erst einmal in Paraguay einige Einkäufe. Nachmittags ging es dann zu einem bekannten Vogelpark. Das Besondere an dem Park war, dass es einige Gehege gab in die man einfach eintreten und umherspazieren konnte. (z.B. von Tucanos, Papageien, Kolibris+ Schmetterlingen...usw) So kam es, dass mal ein Tucano einen ärgerte oder es sich Schmetterlinge an einem bequem machten :)
Es war echt hammer! Außerdem habe ich zum ersten Mal eine Schlange und einen Papageien halten können.
Abends übernachteten wir dann in einer Kirche. Am nächsten Tag fuhren wir nach Argentinien, von wo wir uns eine der bekanntesten Wasserfälle der Welt anschauten. Die Wasserfälle waren so gigantisch.. man fühlte sich wie im Paradies. Wenn man sich so eine fantastische Natur anschaut ist es echt schwer sich dieses Kunstwerk 1000x schöner im Himmel vorzustellen. Aber auf jeden Fall kann man sich schon mal darauf freuen.
Am gleichen Tag ging es dann mit dem Bus zurück. Weil der Bus so erhitzt war konnten die Ventilatoren nicht richtig kühlen und wir quälten uns ca. 30min bei 50°C (wie sich später rausstellte) ab. Es war unglaublich wie alle am schwitzten waren. Überhaupt war das Wochenende unerträglich heiß & schwül bei um die 40°C. Deshalb konnte man leider auch nicht alles in vollen Zügen genießen.
Letzten Samstag waren wir mit 4 Mädels und 2 Jugendlichen am Teich auf unserem Gelände angeln. Keiner von uns hatte sowas jemals zuvor gemacht und es machte so viel Spaß! Ich habe sogar 3 Fische gefangen! Später säuberten und bereiteten wir sie für's Mittagessen zu. Es war eine ungewohnte aber supercoole Erfahrung! Hoffentlich machen wir das nochmal bevor wir abreisen :)

Donnerstag, 2. Februar 2012

Januaraktionen

Anfang Januar hatten wir hier eine Hochzeit von einer ehemaligen Freiwilligen und einem unserer Mitarbeiter. Hochzeiten laufen hier ganz anders ab, als in Deutschland. Weil es so heiß ist, beginnen die Festlichkeiten erst am späten Nachmittag. Zuerst kommt die Trauung, dass als Essen Churrasco (Gegrilltes) und dann entweder noch einen 2. Teil mit bisschen oder halt einfach Gemeinschaft die sich dann allmählich auflöst. In diesem Fall war nach dem Churrasco die Hochzeit vorbei. Weil ich in der Küche mithalf, bekam ich leider nicht viel mit, außer dass es regnete und die Trauung abgebrochen und in unsere Creche verlagert werden musste. Aber sie war trotzdem schön.
Außerdem hatten wir in diesem Monat unsere Reflektionswoche, in der wir mit allen Freiwilligen die Zeit reflektierten und uns so langsam mit dem Nach-Hause-Kommen beschäftigten. Direkt danach hatten wir unseren 2. Urlaub. Ich blieb in der Zeit mir 3 anderen Mädels "zu Hause", weil wir dafür Ende Februar, vor unserem Abflug nach Deutschland, nach Rio de Janeiro fliegen. Wir hatten aber trotzdem unseren Spaß und genossen die Ruhe. An einem Tag besuchten wir auch unsere Nachbarcreche in der eine Art Kinderwoche stattfand. An diesem Punkt mache ich Schluss, deenn:Bilder sagen mehr als 1000 Worte :)

Montag, 9. Januar 2012

Weihnachten / Urlaub

In den letzten Wochen ist wieder ganz viel passiert. Ich habe ja einmal erzählt, dass wir in unseren praktischen Arbeitszeit oft beim Basteln für das Weihnachtsmannhaus der Stadt mitgeholfen haben.  So gut wie alles in dem Haus wurde selbst gebastelt. Die Helfer waren Freiwillige aus allen Kirchen der Stadt. Es war einfach cool, dass man trotz der unterschiedlichen Ansichten an einem Strang zog und ein gemeinsames Ziel hatte. Und so hatten wir auch direkt Kontakt zu den Einheimischen. Die Eröffnung des Hauses war ein riesiges Event mit Programm und Feuerwerk. Unsere Gruppe beteiligte sich ein paar Wochen später auch an dem Programm. Der Bürgermeister war so begeistert und gerührt, dass er uns einen ganzen Tag in einem Wasser-/Naturpark mit Transfer und Grillfleisch schenkte. Diesen Monat sind wir zusätzlich bei ihm zum Essen eingeladen! Könnt ihr euch das vorstellen? In Deutschland wäre so etwas undenkbar!! Ich verstehe noch immer nicht, wie eine so kleine Tat so viel bewirken kann. Der Ausflug war jedenfalls superschön. Weihnachten haben wir zusammen mit der Gemeinde gefeiert. Es war wie eine große Familienfeier mit Essen und Gemeinschaftsspielen :) Am 25. haben wir mit allen Freiwilligen der verschiedenen Standtorten gefeiert. Für mich war es sehr komisch im Sommer Weihnachten zu feiern.
Es war so absurd die Weihnachtsdeko mit Schneemännern und dick angezogenen Weihnachstmännern zu sehen. An mir zog leider Alles vorbei. Am 26. ging es dann mit einem Teil der Gruppe in den Urlaub nach Florianopolis, einer Halbinsel. Das war eine Erholung! Für uns war unser Ferienhäusschen und das Frühstücksbuffet ein echter Luxus. In Deutschland wäre sowas standard. Die Strände waren einfach umwerfend schön, bisher habe ich noch nie solch eine Natur gesehen! Gott hat alles so wunderbar gemacht! Da kann man einfach nur staunen! Leider haben wir uns am ersten Tag, trotz Eincremens am ganzen Körper, verbrannt und ich durfte dann auch nicht mehr ins Wasser. Aber das war nicht so schlimm, denn wir unternahmen auch andere Dinge, wie z.B. Sandboarden. Wir fühlten uns wie in der Wüste,  denn der Sand peitschte die ganze Zeit gegen unseren Körper. Das tut echt weh! Dementsprechend sahen wir danach auch aus :) An Silvester ist es hier üblich sich in weiß zu kleiden. Leider hat es geregnet und es waren nicht alle ganz weiß. Aber es war trotzdem lustig sich am Strand das Feuerwek anzugucken. Der Urlaub war jedenfalls hammer!


Mittwoch, 21. Dezember 2011

Paraguay

In der letzten Woche war ich mit 3 anderen Mädels auf einem Einsatz in Paraguay. Wir waren mehr als 24 Std. mit dem Bus/ Auto unterwegs, bis wir dort endlich ankamen. Unser Einsatz bestand darin, dass wir in der deutschen Kolonie „Volendam“ bei einer Kinderfreizeit mithalfen und eine Kirche von Einheimischen strichen. Bei der Kinderfreizeit waren wir für den Morgensinput, die biblischen Lektionen, Bibelverse, das Basteln, die Gute-Nacht-Geschichten und auch mal für die Spiele zuständig. Am Wochenende fuhren wir zum Baden+ Grillen an einen Fluß, wo uns dann später Einer aus der Jugend ermöglichte mit auf seinem Boot zu fahren bzw. uns mit einem Wasserring ziehen zu lassen. Es war eine gute Abwechslung mal nur unter Deutschen zu sein. Doch man merkt auch wie viel doch Kultur und Hintergrund prägen und dass man doch in einigen Punkten anders ist. In dieser Woche haben wir bei der Pastorenfamilie August übernachtet. Wir wurden so mit deutschem Essen verwöhnt! In Paraguay ist es üblich immer Tereré zu trinken, so kam es dass auch wir ständig zusammen saßen und Tereré tranken- morgens, mittags, abends, auf der Freizeit, bei der Gemeindeweihnachtsfeier, im Auto, beim streichen… IMMER :) aber bei der Hitze muss man auch viieel trinken! Auch Mittagsschläfchen waren immer drin. Paraguay ist schon ganz anders als Brasilien z.B. ist es dort viel heißer bis zu 45°C.. dort muss man in jedem Raum eine Klimaanlage haben, sonst geht man ein! Die meisten Leute verdienen ihr Geld mit Viehwirtschaft oder Ackerbau. Es gibt sooo viele Früchte, was wir in Deutschland nur in Geschäften zu sehen bekommen – Mango, Ananas, Orangen, Avocado, Bananen..etc. *yamyam*
Auch die Natur und all die Tiere sind wunderschön! Das Land ist aber auch sehr arm.. wir haben gesehen wie nackte Kinder auf der Straße neben ihrem selbstgebastelten Zelt saßen- arm, schmutzig, nicht gewollt. Uns geht es sooo gut! Ach, wir haben jetzt Kolibribabys:)

Samstag, 3. Dezember 2011

Projeto Vida

Vor 3 Wochen sollte es also mit einem Bus der Organisation "Projeto Vida" nach Rio de Janeiro gehen. Doch weil wir nicht für 3 Wochen mitkommen konnten, fuhren wir mit einer anderen Gruppe und blieben in der Nähe vom Hauptsitz (Curitiba). Hier in Brasilien lernen wir wirklich flexibel zu sein, denn fast alles was man hier so plant, kommt dann doch anders. "Projeto Vida" (Projekt Leben) ist ne Organisation, mit ca. 70 Mitarbeitern die vor 15 Jahren gegründet wurde. Sie besteht aus 2 Zweigen. Es gibt einmal den Hauptsitz, von wo alles geplant wird und wo verschiedene Unterrichte für Kids/ Teens aus der Umgebung stattfinden (z.B. Musik, Graffiti, Hip Hop tanzen, Karate..etc.). Es soll u.a. als Prävention dienen, um die Teens von Alkohol, Drogen und Prostitution abzuhalten und damit sie sehen, dass es auch ein Leben mit Sinn geben kann. Der andere Zweig sind die Missionsreisen mit den 4 verschiedenen Bussen die auch gleichzeitig eigene Gruppen sind. Diese Busse sind in ganz Brasilien unterwegs und machen durch Programm (wie Anspiele, Tanzen, Zeugnisse, soziale Einsätze) in Schulen, auf den Straßen und in Kirchen auf Jesus aufmerksam. Bei so einer Missionsreise waren wir dabei und haben auch fast überall mitgemacht. Doch es kam anders als wir dachten. Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. So kam es, dass ich in meiner Gruppe die Einzige war, die sich ungefähr in Portugiesisch verständigen konnte. Das war eine Herausforderung sag ich euch!! Aber ich hatte auch davor gebetet, dass mich Gott herausfordert. Weil wir auch jeder eine Begebenheit aus unserem Leben erzählen sollten, habe ich diese Texte auch übersetzt. Es hat voll gut geklappt. Es ist so ein Wunder! Ich lerne diese Sprache erst seitdem ich hier bin, also 3 Monate und Gott segnet mich so!:) Als die Gruppe von einer anderen Kita vor ca. 1 Woche auch mit auf so eine Missionsreise fuhr, durfte ich als Übersetzerin wieder mitfahren, doch dieses mal in eine Stadt vom Bundesstaat Sao Paulo. (12 std. Fahrt) Diese Wochen waren so schön und prägend für mich. Gerade die Zeit in der Truppe war sehr intensiv. Wir haben viel gebetet, der Pastor hatte immer ein gutes Wort zur Ermutigung, es war so eine Nächstenliebe da. Zu sehen wie Menschen zu Gott kommen daran beteiligt gewesen zu sein, ist unbeschreiblich schön. Jetzt kann ich wirklich sagen, dass ich mich auf den Himmel freue, wenn ich all die wunderbaren Menschen wiedersehen kann! Ach, wir haben ein Kolibrinest ;)